Ursachen von erhöhten Cholesterinspiegel

Die Diagnose eines überhöhten Cholesterinspiegels kann unterschiedliche Gründe haben, bei denen es gerade für die Patienten nicht immer einfach ist, den Überblick zu behalten. In vielen Fällen wird die Erkrankung viel zu schnell auf einen ungesunden Lebensstil geführt, der sich nach der gängigen Meinung durch wenig Sport und eine ungesunde Ernährung charakterisiert. Doch man muss an dieser Stelle erkennen, dass es noch weitere Ursachen gibt, die zu dieser Entwicklung führen können.

cholesterinspiegel-ursachen

Um selbst einen Eindruck davon zu bekommen, ist es daher notwendig, sich ganzheitlich mit dem Thema zu befassen.

Zu den möglichen Ursachen zählen:

  • Vorerkrankungen (Diabetes, Nierenleiden, etc.)
  • Alkoholabhängigkeit
  • falsche Ernährung
  • erbliche Veranlagung
  • Übergewicht
  • höheres Alter
  • wenig Bewegung

Wie sich daran zeigt, gibt es auch bei einem erhöhten Cholesterinspiegel gewisse Vorerkrankungen, die das Risiko aktiv in die Höhe treiben können. Bei Schäden an den Nieren und der Schilddrüse lässt sich sehr gut erkennen, welche Auswirkung dies im Detail hat. Denn dann ist es für den Körper nicht mehr möglich, das Cholesterin in der erforderlichen Menge abzubauen.

Da zugleich aber durch die Ernährung neues Cholesterin aufgenommen wird, kommt es nach und nach zu einem immer größer werdenden Überschuss, der schließlich auch zum Problem werden kann. Auf der anderen Seite können Schäden an der Schilddrüse unter anderem die Ausschüttung von Hormonen in einem so entscheidenden Maße beeinflussen, dass sich ebenso ein solches Ungleichgewicht einstellt.

Dies ist bereits der erste Punkt, auf den auch bei einer Behandlung geachtet werden sollte. Denn wenn bereits Informationen über derartige Vorerkrankungen vorliegen, so ist es durchaus hilfreich, diese dem Arzt direkt mitzuteilen. Die Wahrscheinlichkeit, dass nämlich genau dies für die Entwicklung verantwortlich war, ist dementsprechend recht hoch.

 

Woher stammt das Cholesterin?

Es gibt in der Tat unterschiedliche Faktoren, die dazu führen, dass mehr Cholesterin in den Körper kommt, als dieser eigentlich vertragen würde. Zum einen stellt der Körper in Leber und Darm selbst eine gewisse Menge an Cholesterin her, die auch notwendig ist, damit alle Funktionen aufrechterhalten werden können. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche tierische Produkte, die wir Tag für Tag konsumieren und die viel Cholesterin in sich tragen. Ein Beispiel hierfür ist Butter, wo eine Menge von etwa 250 Milligramm enthalten ist. Doch auch in Fleisch, Wurst und Eiern ist der Stoff zu finden, weshalb die Menge des Konsums in einem gesunden Rahmen gehalten werden sollte.

Das eigentliche Problem beschränkt sich hier aber auf das ungesunde LDL-Cholesterin, welches im Gegensatz zum HDL-Cholesterin gesundheitliche Schäden nach sich ziehen kann. Der Körper verfügt daher an vielen Körperzellen Rezeptoren, die sich dem Cholesterin annehmen. Solche Fettstoffe, die sich im Blut befinden, werden dadurch gebunden, und dann gemeinsam mit anderen Abfallprodukten des Stoffwechsels aus dem Körper ausgeschieden.

Nun gibt es eine erbliche Veranlagung, bei der die Rezeptoren der Zellen nicht so funktionieren, wie dies bei einem gesunden Menschen der Fall ist. Mediziner sprechen hier auch von einer familiären Hypercholesterinämie, welche relativ schnell einen überhöhten Cholesterinspiegel nach sich ziehen kann.

Da die Rezeptoren nur in geringer Zahl vorhanden sind, haben die Zellen nicht die Möglichkeit, das Cholesterin aus dem Blut zu filtern. Besonders auf lange Sicht gesehen erhöht sich der Cholesterinwert daher sehr deutlich, was in vielen Fällen eine ärztliche Behandlung erforderlich macht.

 

Wieso erhöht sich der Cholesterinwert gefährlich?

Es gibt zwei Gründe, die am Ende dazu führen können, dass der Körper zu viel Cholesterin enthält. Zum einen kann dies daran liegen, dass das LDL-Cholesterin nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann. Hierbei liegen die bereits erwähnten Krankheiten zugrunde, die zum Teil zufällig auftreten, aber auch erblich beeinflusst werden können. So wird zwar die gleiche Menge an Cholesterin durch die Nahrung aufgenommen, doch ein Schwellenwert wird nach einiger Zeit überschritten, da der Abbau nicht mehr auf natürliche Weise erfolgt.

Dadurch können weitere gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel Herzerkrankungen, innerhalb der nächsten Jahre begünstigt werden.

Neben einem unzureichenden Abbau ist es die erhöhte Zufuhr von Cholesterin, die gerade in unserer Gesellschaft häufig auftritt. Studien haben gezeigt, dass die ungesunde und schnelle Art der Ernährung, die in erster Linie in den großen Industriestaaten zu finden ist, hier ein ganz wesentliches Problem markiert. Denn in den tierischen und fettreichen Nahrungsmitteln, die dabei einen ganz zentralen Bestandteil ausmachen, ist viel Cholesterin enthalten.

Wer zu einer solchen Art der täglichen Speisen neigt, der setzt sich ebenso einem erhöhten Risiko aus, da zugleich der Aufbau von überschüssigen Pfunden wahrscheinlich ist, der aber ebenfalls die Erhöhung des Cholesterinspiegels begünstigt. Zwar baut der Körper nach wie vor die gleiche Menge an Cholesterin ab, doch die erhöhte Zufuhr sorgt dafür, dass sich der Schwellenwert erhöht. Am Ende kann dies unter anderem zu Ablagerungen im Gefäßsystem führen. Hier hilft oft bereits die Umstellung der Ernährung, um Fortschritte zu erreichen.