Symptome von erhöhten Cholesterinspiegel

Um auf einen zu hohen Cholesterinspiegel reagieren zu können, ist es in einem ersten Schritt notwendig, ihn als solchen zu identifizieren. Dazu zählt nun auch die Frage, welche Symptome ein überhöhter Cholesterinwert im Körper hervorrufen kann und wie es in der Folge möglich ist, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Welche Symptome gibt es?

Sollte der Cholesterinspiegel noch keine Folgeerkrankungen nach sich gezogen haben, so gibt es in der Regel nur wenige Anzeichen, die auf dieses Problem hinweisen. Sollten eine falsche Ernährung und zu wenig Sport ihren Teil zu der Entwicklung des Problems beigetragen haben, so fühlen sich die Betroffenen dementsprechend schlapp und träge, was nun aber nicht direkt auf das Cholesterin zurückzuführen ist.

Wichtiger wird die Einordnung dann, wenn die Symptome bereits von den Folgeerkrankungen stammen, die wiederum durch den zu hohen Wert an Cholesterin hervorgerufen wurden. Kommt es zu diesen Erscheinungen, so kann man bereits von einem ernsthaften gesundheitlichen Problem sprechen, weshalb es von dem Punkt an sehr wichtig ist, über entsprechende Gegenmaßnahmen nachzudenken.

Zu den Folgeerkrankungen, an deren Symptome sich das zu hohe Cholesterin erkennen lässt, zählen:

  • Gefäßverschluss
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Erkrankungen der Lymphgefäße

Häufig kündigen sich die Verschlüsse der Gefäße, die dafür in der Verantwortung stehen, bereits frühzeitig an. Besonders häufig sind dies drückende und relativ starke Schmerzen, die zumeist aus der Region hinter dem Brustbein zu stammen scheinen. Betroffene beschreiben diese Erfahrungen oft als erdrückend, da die Schmerzen in manchen Fällen die Atmung zusätzlich erschweren.

Zudem können sie bei einer höheren Intensität zum Beispiel auch in den linken Arm, den Rücken, oder aber den Hals ausstrahlen. Sollten diese Symptome auftreten, ohne dass die Situation bereits im Vorfeld von einem Arzt untersucht wurde, so ist es besser, nun direkt einen Mediziner aufzusuchen.

Unter Umständen können dann schließlich nur noch schnelle Behandlung, wie zum Beispiel durch Cholesterinsenker, dabei behilflich sein, das erhöhte Risiko für die verschiedenen Folgekrankheiten wieder aktiv zu reduzieren.

Die Verengung der Beinarterien

Die Symptome, die dabei auftreten können, sind aber auch von der jeweiligen Region des Körpers abhängig, die vom Verschluss der Gefäße besonders betroffen ist. Hier sind es vor allem kribbelnde und unangenehme Gefühle, oder aber Schmerzen beim Gehen, die ganz klare Hinweise darauf liefern, dass zum Beispiel eine Verkalkung der Arterien vorliegen könnte. Fatalerweise werden diese Anzeichen von vielen Betroffenen über lange Zeit hinweg einfach ignoriert, solange die dadurch hervorgerufenen Schmerzen noch nicht zu stark sind.

Werden diese Erscheinungen aber einem Arzt geschildert, so wird dieser den Verschluss der Arterien, hervorgerufen durch einen zu hohen Cholesterinspiegel, zumindest mit in Betracht ziehen. Befindet sich der Verschluss der Arterien bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium, so kann es auch sein, dass das bekannte Raucherbein auftritt, welches unter Umständen gar nichts mit dem Konsum von Tabakwaren zu tun hat. Einem zusätzlichen Risiko, unter diesen Symptomen zu leiden, haben Diabetiker, die zusätzlich zu viel LDL-Cholesterin im Körper haben.

Betroffenheit von Hirnregionen

Besonders deutlich zeigen sich die Symptome der Folgeerkrankungen von einem zu hohen Cholesterinspiegel dann, wenn davon verschiedene Hirnregionen betroffen sind. Dies beginnt bereits mit mäßigen bis starken Kopfschmerzen, die die Störung der Durchblutung nach sich ziehen kann. Weiter geht dies in der Regel mit dem Auftreten von Sehstörungen, die denen von starkem Alkoholmissbrauch ähnlich sind. Dies können klare Signale dafür sein, dass eben auch das Gehirn stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, weshalb es wichtig ist, sich direkt an einen Arzt zu wenden.

Ansonsten besteht hier vor allem das Risiko des Schlaganfalls, der durch die zunehmende Verkalkung der Arterien hervorgerufen werden kann. Da daraus eben auch bleibende Schäden erwachsen können, ist es stets von zentraler Bedeutung, aktiv gegen derartige Auswirkungen vorzugehen, um weitere Probleme zu verhindern.

Die Diagnose des Arztes

Ein Mediziner hat nun allein aufgrund der auftretenden Symptome noch nicht die Möglichkeit, eine klare Diagnose zu stellen. Daher werden sie zumeist nur als Anlässe gesehen, um direkt einen Test der Blutwerte vorzunehmen. Damit die Ergebnisse in diesem Moment nicht verfälscht werden, wird eine solche Analyse des Blutes nur auf nüchternen Magen vorgenommen, weshalb es wichtig ist, etwa zwölf Stunden vor dem Test beim Arzt keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen. Dabei geht es vor allem um das HDL- und LDL-Cholesterin, aber auch um die bedeutenden Triglyceride, die darauf ebenfalls einen entscheidenden Einfluss haben können.

Doch ohne eine genaue Schilderung wird in vielen Fällen niemand auf das Problem aufmerksam, welches eigentlich nicht länger unerkannt bleiben sollte. Denn nur unter der Voraussetzung, dass der erhöhte Cholesterinspiegel bereits innerhalb der ersten Phasen entdeckt wird, ist es noch mit schonenden Maßnahmen wie regelmäßigen Sporteinheiten oder aber einer Umstellung der Ernährung, möglich, effektiv gegen diese gesundheitliche Gefahr vorzugehen.