Sport bei erhöhten Cholesterinspiegel

In manchen Fällen reicht die Umstellung der Ernährung bei einem erhöhten Cholesterinspiegel nicht mehr aus, um die gewünschten Erfolge bei der Behandlung zu erreichen. In diesem Fall ist es hilfreich, die sportliche Betätigung als eine Möglichkeit zu betrachten, die für weitere Fortschritte bei der Genesung sorgen kann. Dies gilt längst nicht nur für die Menschen, deren Cholesterinspiegel von ärztlicher Seite auf ein erhöhtes Körpergewicht zurückgeführt wurde. Unter anderem sorgt der Sport dafür, dass mehr gutes HDL-Cholesterin produziert wird und das Gefäßsystem seine ursprüngliche Flexibilität behält, wodurch das Risiko von Herzkrankheiten weiter sinkt.

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Der Einfluss des Sports auf das Cholesterin

Wenn es darum geht, den erhöhten Cholesterinwert durch Sport zu verbessern, so geschieht dies auf zwei unterschiedlichen Wegen. Zum einen setzt die Aktivität eine Kaskade in Gang, die schließlich dafür sorgt, dass mehr HDL-Cholesterin produziert wird, welches wichtig für den Erhalt unserer Gesundheit ist. Zugleich wird aber durch den Sport der Kreislauf angekurbelt, was die Zellen dazu anregt, mehr LDL-Cholesterin aus dem Blut zu filtern. Beim Sport wird also der Anteil des schlechten Cholesterins reduziert, was durch die verstärkte Bildung von gutem Cholesterin verstärkt wird.

Die Bewegung kann daher einen wichtigen Teil dazu beitragen, dass die Gefahr der Verstopfung der Blutgefäße reduziert wird, wodurch ernsthafte Krankheiten wie Lungenembolien, Thrombosen und sogar Herzinfarkte und Schlaganfälle unwahrscheinlicher werden.

 

Welchem Sport sollte ich nachgehen?

Gerade bei der Wahl der richtigen Sportart herrscht oft große Unklarheit, was nicht zuletzt daran liegt, dass viele Ärzte nur von regelmäßiger Bewegung sprechen. Mit einem kleinen Spaziergang um den Block ist es aber bei weitem nicht getan, was so manche Betroffene nicht gerne hören werden. Doch tatsächlich werden mindestens drei intensive Sporteinheiten in der Woche empfohlen, die nicht kürzer als eine halbe Stunde sein sollten.

Bei der Wahl der Sportart bleibt nun wiederum ein gewisser Freiraum, weshalb individuelle Entscheidungen möglich sind. Zugleich gibt es dennoch einige Parameter, an denen sich festmachen lässt, wie gut eine Aktivität für die Senkung des Cholesterins geeignet ist. Die Sportarten sollten für diesen Zweck den Puls und die Atmung moderat beschleunigen, wobei das Level für einige Zeit konstant gehalten werden sollte.

Viele Ausdauersportarten erfüllen diese Voraussetzungen gut. Mögliche Sportarten sind daher:

  • Joggen
  • Wandern
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Tanzen
  • Rudern

Spielsportarten wie Fußball oder Handball können zwar ebenfalls genutzt werden, bringen aber Vor- und Nachteile mit sich. Zum einen handelt es sich um gewisse Leistungsspitzen, die nicht zu vermeiden sind. Auf der anderen Seite bieten diese Sportarten oft den größten Spaß, was dann wiederum einen Teil dazu beitragen kann, dass die Personen länger aktiv bleiben. Auf viele Disziplinen aus dem Bereich der Leichtathletik, wie zum Beispiel dem Sprinten, sollte dagegen verzichtet werden. Dies liegt daran, dass der Puls schlagartig für wenige Sekunden in die Höhe getrieben wird, um danach wieder stark abzufallen. Wer ohnehin bereits an Beschwerden mit den Gefäßen leidet, sollte eher auf eine kontinuierliche Art der Belastung setzen.

Auf der anderen Seite sorgt der Sport natürlich für eine Reduktion des Körpergewichts, sofern die Zahl der zugeführten Kalorien pro Tag nicht ebenfalls erhöht wird. Zwar ist Übergewicht nicht der einzige Grund, der zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führt, doch das Erreichen des Idealgewichts kann dennoch in jedem Fall für eine Besserung der Situation sorgen. Da vor allem der Ausdauersport viele Kalorien verbrennt, handelt es sich mit Sicherheit um einen guten Weg.

 

Weitere Tipps und Tricks

 

Spaß am Sport

Wählen sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht, wenn Sie sie ausüben. Dies führt dazu, dass der innere Schweinehund deutlich leichter zu überwinden ist. Zwar mag der Ausdauerlauf in der Theorie am sinnvollsten sein, doch wer sich an jedem Tag zum Training quälen muss, wird dabei dauerhaft nicht erfolgreich sein.

Sport in der Gruppe kann ebenfalls einen entscheidenden Teil dazu beitragen, dass die Motivation steigt. Bereits die Verabredung mit einem Trainingspartner, der sich in etwa auf dem gleichen Niveau befindet, zeigt hierbei klare positive Auswirkungen auf die Erfolge.

Der messbare Erfolg

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um den Überblick über das Erreichen der Ziele zu behalten. Wer Woche für Woche eifrig trainiert, der muss oft enttäuscht feststellen, dass sich die Effekte auf der Waage nicht direkt zeigen. Doch eine Kontrolle der Blutwerte kann schnell Aufschluss darüber geben, ob bereits erste Schritte in die richtige Richtung unternommen werden konnten. Sollte die eigene Motivation daher einmal in den Keller gehen, so kann zum Beispiel ein Schnelltest aus der Apotheke wieder für neuen Schwung sorgen.

Zugleich lassen sich Ziele nur dann erreichen, wenn sie wirklich messbar sind. Ein Anhaltspunkt könnten also gesunde Blutwerte im Normbereich sein, die es innerhalb von einem Jahr zu erreichen gilt. Eine gesteigerte Motivation kann im Hinterkopf ebenfalls einen Teil dazu beitragen, dass die Arbeit dorthin noch leichter fällt.