Medikamente gegen erhöhten Cholesterinspiegel

Für die Behandlung von einem zu hohen Cholesterinspiegel ist es natürlich auch möglich, auf die Wirkung von verschiedenen Medikamenten zu setzen. Da hier nicht jedes Produkt direkt die gewünschte Wirkung entfaltet, lohnt es sich, einige bekannte Produkte genauer ins Auge zu fassen, die von Ärzten regelmäßig verschrieben werden und sich daher in diesem Bereich schon mehrfach beweisen konnten. So ist es möglich, sich selbst ein Bild davon zu machen, welche Präparate individuell in Frage kommen.

Simvastatin

Eines der beliebtesten Medikamente ist hier Simvastatin, welches seine Wirkung durch die Hemmung eines Enzyms entfaltet, welches direkt an der Produktion von Cholesterin beteiligt ist. Die Hemmung führt nun innerhalb von kurzer Zeit dazu, dass die Leber nicht mehr dazu in der Lage ist, so viel des schlechten LDL-Cholesterins herzustellen, wie dies vor der Einnahme der Fall war.

Mit der Zeit wird so der Cholesterinspiegel schonend nach unten korrigiert, bis schließlich ein gesundes Level erreicht werden konnte. Je nach dem, wie ausgeprägt die Problematik bereits ist und wie hoch auch das Körpergewicht des Patienten ist, kann aus verschiedenen Dosierungen zwischen zehn und 80 mg des Wirkstoffs pro Tablette gesetzt werden.

  • weniger Cholesterin durch Enzymhemmung
  • gemindertes Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt
  • mit 10mg, 20mg, 40mg und 80mg erhältlich

 

Fluvastatin

Auf eine recht ähnliche Art und Weise wirkt auch das sogenannte Fluvastatin, welches sich die Wirkung der Statine zu eigen macht. Hier wird das Enzym HMG-CoA-Reduktase gehemmt, welches vor allen Dingen in der Leber vorkommt und einen ganz wesentlichen Einfluss auf die Produktion von Cholesterin hat. Wird dem Körper nun das Fluvastatin zugeführt, so wird ganz automatischer weniger des schlechten Cholesterins produziert, was schließlich dazu führt, dass das Risiko für weitere Ablagerungen in den Arterien sehr stark sinkt.

Die Folge davon ist, dass zum Beispiel auch das Risiko für die diversen Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfälle und Herzinfarkte, weiter nach unten geht. Hier kann zwischen einer Dosierung von 20 oder 40 Milligramm des Wirkstoffs entschieden werden.

  • senkt Cholesterin und kann Lebenserwartung erhöhen
  • vermindert das Risiko von Folgekrankheiten
  • 20 oder 40 Milligramm Dosierung erhältlich

 

Atorvastatin

Bei Atorvastatin handelt es sich um eine Alternative, welche vor allem dann eingenommen wird, wenn es bei anderen Produkten zu einer Unverträglichkeit gekommen ist. Dabei unterscheidet sich die Wirkungsweise von Atorvastatin eigentlich nur unwesentlich von denen der anderen Produkte, da ebenfalls die Produktion von LDL-Cholesterin in der Leber gesenkt wird.

Einer der größten Vorteile ist dann wohl darin zu finden, dass das Präparat nur einmal täglich eingenommen werden muss, um die gewünschte Wirkung erzielen zu können. Ansonsten steht Atorvastatin vor allem aufgrund der geringeren Wirksamkeit etwas in der Kritik.

  • verträgliche Alternative zu Fluvastatin
  • senkt das LDL-Cholesterin
  • nur eine Einnahme pro Tag erforderlich

 

Lipostat

Die in Lipostat enthaltenen Wirkstoffe zählen zu den Statinen, die dafür Sorge tragen, dass die Produktion von Cholesterin in der Leber aktiv gehemmt wird. Dies dient dazu, den Cholesterinspiegel im Körper wieder zunehmend zu stabilisieren. Besonders geeignet ist es daher für Patienten mit einem dauerhaft überhöhten Cholesterinspiegel, oder Menschen, die in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, weshalb das Risiko nun dauerhaft auf ein noch niedrigeres Niveau gebracht werden soll.

Der Anteil der Lipide im Blut wird auf diesem Wege verringert, was die Gefahr von Ablagerungen in den Arterien und der daraus resultierenden Arteriosklerose erheblich mindern kann.

  • senkt Produktion von LDL-Cholesterin
  • vermindert Risiko von Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • mit 10, 20 oder 40 Milligramm erhältlich

 

Zocor

Bei Zocor handelt es sich um ein Medikament, welches den Cholesterinspiegel gleich auf zwei unterschiedliche Arten positiv beeinflusst. Zum einen wird ebenfalls durch eine Hemmung eines entscheidenden Enzyms dafür gesorgt, dassweniger LDL-Cholesterin produziert wird.

Auf der anderen Seite wird aber zugleich mehr HDL-Cholesterin produziert, was für weitere Vorteile in dieser Hinsicht sorgt. Besonders häufig wird das Medikament dann verwendet, wenn der Patient bereits unter einer bestimmten Vorerkrankung wie Diabetes mellitus oder aber verschiedenen Herzkrankheiten leidet.

  • senkt LDL-Cholesterin-Produktion
  • verstärkt HDL-Cholesterin-Produktion
  • mit 10mg-, 20mg-, 40mg- oder 80mg Dosierung erhältlich

 

Auf was gilt es zu achten?

Grundsätzlich geht ein Arzt bei der Verschreibung eines dieser Medikamente sehr genau auf die Vorerkrankungen, sowie das aktuelle Risiko ein, dem sich ein Patient aufgrund des Cholesterinspiegels aussetzt.

Zugleich wird erst dann zur Einnahme von derartigen Präparaten gegriffen, wenn eine Umstellung der Ernährung und zusätzliche Sporteinheiten bereits keine nennenswerten Erfolge nach sich ziehen konnten oder eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr vorliegt.

Die Medikamente sollten daher auf keinen Fall den ersten Versuch der Behandlung eines zu hohen Cholesterinspiegels gesehen werden, da sie doch einen erheblichen Einfluss auf das biologische System des Menschen haben.

Alle Medikamente wirken am Ende in gewisser Hinsicht der Ablagerung von überschüssigem Cholesterin aus den Zellen in den Arterien entgegen. Zum einen geschieht dies dadurch, dass die Produktion von Cholesterin gesenkt wird.

Zudem wird darauf gesetzt, den Körper zu einer erhöhten Produktion von HDL-Cholesterin anzuregen, welches für diesen Prozess ebenfalls sehr zuträglich ist, da es das überschüssige Cholesterin zur Leber befördert, wo es dann über die Gallenblase ausgeschieden werden kann.