Gefäßkrankheiten

Wer sich mit dem Thema des Cholesterins befasst, der wird ohne Frage auch immer wieder von dort auf das Thema der Gefäßkrankheiten zurückgeführt werden, welche daraus unter gewissen Umständen resultieren können. Dabei gibt es in der Tat unterschiedliche Faktoren, die am Ende des Tages dazu führen können, dass es zu einem solchen Problem kommt. Von Anfang an ist es daher von Bedeutung, einige Fragen zu diesem Thema klar zu beantworten, um selbst nicht diesem Risiko zu erliegen.

Welche Gefäßkrankheiten gibt es?

Insgesamt wird zwischen unterschiedlichen Gefäßkrankheiten unterschieden, je nach dem, welche Bahnen betroffen sind. Dazu zählen:

  • Die Erkrankungen der Venen
  • Die Erkrankungen der Arterien
  • Die Erkrankungen der Lymphgefäße

Bei den venösen Erkrankungen handelt es sich in den meisten Fällen um die klassischen Krampfadern. Hierfür können selten äußere Faktoren verantwortlich gemacht werden, denn bei mehr als 70 Prozent der Fälle werden diese Schwierigkeiten einfach vererbt. Auf der anderen Seite haben wir aber einen sehr deutlichen Einfluss auf die Arterien, bei denen nach wie vor die Arteriosklerose die häufigste Ursache für ein solches Leiden ist. Hier spricht man von einem Engpass in der Blutbahn, der häufig nicht gut entfernt werden kann.

So wird zwar hin und wieder auch ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen, doch das damit verbundene Risiko wird in der Regel nur dann eingegangen, wenn die Sklerose den Bereich des Herzens direkt betrifft und so das Risiko für einen Herzinfarkt signifikant steigert.

Wie entstehen die Gefäßkrankheiten?

Natürlich gibt es unterschiedliche Gründe, die am Ende zur Ausbildung eines solchen Phänomens führen können. Unter anderem trägt jedoch auch der Cholesterinspiegel einen wichtigen Teil dazu bei, dass das Risiko für eine solche Erkrankung noch einmal steigen kann. Besonders im Blickfeld ist an der Stelle natürlich das LDL-Cholesterin, welches bei einer überhöhten Konzentration und einem zu geringen Vorkommen von HDL-Cholesterin in den Arterien abgeladen wird. Dort trägt es dann gemeinsam mit einigen weiteren Stoffen dazu bei, dass sich sogenannte Plaques bilden können.

Grundsätzlich ist dies zwar bei jedem Menschen möglich, doch zugleich leiden manche Personen unter einem besonders großen Risiko, wenn zum Beispiel zugleich eine Vorerkrankung vorhanden ist, auf die dabei ebenfalls geachtet werden sollte.

Die Plaque-Bildung

Zu Beginn stellt ein solcher Plaque noch keine besondere Schwierigkeit für unsere Gesundheit dar, denn die Blutgefäße sind dann noch nicht beeinträchtigt. Erst wenn etwa die Hälfte des Gefäßes verschlossen ist, und damit deutlich weniger Blut hindurchströmen kann, werden viele Menschen aufmerksam.

Besonders kritisch ist dies natürlich vor allen Dingen an den Stellen, wo ein großes Gefäß für die Versorgung einer Gliedmaße verantwortlich ist.

Zuerst wird das Phänomen häufig noch als eine ganz normale Störung der Durchblutung erkannt, doch daraus können schnell weitere Schwierigkeiten entstehen. So zum Beispiel, wenn sich die Verstopfung der Gefäße auf eines der Herzkranzgefäße bezieht. Denn dies kann zu einer gefährlichen Stauung führen, bei der das Herz als zentrale Pumpe dennoch die ganze Zeit aktiv ist.

Durch den Rücklauf der Herzkammern führt dies unter Umständen zu einem Herzinfarkt, den es natürlich zu verhindern gilt.

Wie kann man Gefäßkrankheiten vorbeugen?

Die Bedeutung, die wir heute den Krankheiten beimessen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen, ist nach wie vor zu gering.

Dies zeigt auch ein Blick auf verschiedene Statistiken, die ein ums andere Mal deutlich belegen, dass es sich dabei um die drei häufigsten Todesursachen handelt.

Zum einen kann das Risiko der Erkrankung natürlich durchregelmäßige Untersuchungen beim Arzt verringert werden.

Zugleich sollte aber auch darauf geachtet werden, im besten Fall nicht zu rauchen und den Cholesterinspiegel stets auf einem gesunden Niveau zu halten.

Nun gibt es für die Vorbeugung unterschiedliche Möglichkeiten. Nicht immer ist es möglich, direkt alle diese Punkte in vollem Umfang abzudecken, doch wem es zumindest gelingt, einige davon zu nutzen, der senkt das eigene Risiko ganz beträchtlich. Die wichtigsten sind:

  • Senkung des LDL-Cholesterins
  • Erhöhung des HDL-Cholesterins
  • Verzicht auf Zigaretten
  • regelmäßige Sporteinheiten

Dies sind daher die wichtigsten Ansatzpunkte, die man nutzen könnte, um selbst nicht an Gefäßkrankheiten leiden zu müssen.

Hinzu kommt natürlich auch bei einer solchen arteriellen Erkrankung der Faktor der Vererbung, den man so in Kauf nehmen muss und gegen den nichts unternommen werden kann.

Sollte es aber bereits in der eigenen Verwandtschaft immer wieder zu solchen und ähnlichen Schwierigkeiten gekommen sein, so kann man dies zumindest als Ansporn verstehen, um selbst mit dem eigenen Lebensstil etwas dagegen unternehmen zu können. Wer sich diese Punkte zu Herzen nimmt, der kann es am Ende schaffen, das Risiko einer solch schwierigen arteriellen Erkrankung noch einmal ganz deutlich zu reduzieren.