Definition von Cholesterin

Ein hoher oder überhöhter Cholesterinspiegel schwebt bereits seit längerer Zeit als eine wenig greifbare Gefahr über unseren Köpfen. Vor allem, da es hier nach wie vor viele Unklarheiten gibt, herrscht eine große Verunsicherung. Doch ab wann kann man wirklich von einem überhöhten Cholesterinspiegel sprechen, der gesundheitliche Auswirkungen haben kann und einer Behandlung bedarf?

HDL und LDL-Cholesterin

Erst einmal gilt es an der Stelle zu erkennen, dass zwischen HDL- und LDL-Cholesterin zwingend unterschieden werden muss.

Zu einer gesundheitlichen Gefahr wird vor allem das „schlechte“ LDL-Cholesterin, welches vor allem aufgrund von einer einseitigen Ernährung in überhöhten Maßen im Körper vorkommt.

Diese Differenzierung ist von sehr großer Bedeutung, denn während das High Density Lipoprotein Cholesterin (HDL) unserer Gesundheit durchaus zuträglich ist, wird sie durch das Low Density Lipoprotein (LDL) zunehmend gefährdet.

Um eine Definition für einen erhöhten Cholesterinwert zu finden, wird deshalb das HDL ganz außer Acht gelassen. Hier kann gar kein überhöhter Bedarf vorliegen, da es unter anderem dafür sorgt, dass die Bildung von Ablagerungen in den Arterien verhindert wird, wodurch sich das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu leiden, verringert.

Grenzwerte und Normen

In Bezug auf das LDL-Cholesterin gibt es nun aber einige Richtwerte, an denen sich die Mediziner orientieren, wenn sie von einem überhöhten Cholesterinspiegel sprechen. Das LDL sollte daher nicht über 160 mg/dl liegen, um den gesundheitlichen Risiken erst gar keine Chance zu geben. Auf der anderen Seite gibt es hier einige Schwankungen, denn Männer vertragen nach neuen Studien sogar etwas mehr LDL-Cholesterin, als dies bei den Frauen der Fall ist.

Ein überhöhter Cholesterinwert lässt sich paradoxerweise aber auch daran festmachen, dass der Wert am guten HDL-Cholesterin zu niedrig ist.

In keinem Fall sollte dieser unter 40 mg/dl liegen, da ansonsten ebenso von einer Störung gesprochen werden kann, die die Auswirkungen des schlechten Cholesterins unter Umständen sogar weiter begünstigt. Ein Arzt wird daher auch dann auf Unregelmäßigkeiten beim Cholesterin aufmerksam machen, wenn das HDL-Cholesterin dauerhaft einen zu niedrigen Wert einnimmt, was Folgen haben kann, die denen eines überhöhten LDL-Cholesterins sehr ähnlich sind. Dessen sollte man sich also besser im Klaren sein, wenn man die eigenen gesundheitlichen Ziele erreichen möchte.

Die Werte in Deutschland

Sollte nun nach der Definition ein erhöhter Cholesterinwert vorliegen, so ist dies an und für sich noch kein Grund zur Panik. Denn Untersuchungen haben in den letzten Jahren immer wieder bestätigt, dass bei einem Drittel der deutschen Bevölkerung in einem Alter zwischen 18 und 79 Jahren ein überhöhter Wert zu messen war.

Wird dies bereits nach einer relativ kurzen Zeit entdeckt, so können noch kurzfristige Maßnahmen ergriffen werden, ohne dass es zu schlimmeren und beeinträchtigenden Ablagerungen in den Blutgefäßen des Körpers kommen würde.

Es gilt aber unbedingt darauf zu achten, dass der Cholesterinwert nicht über Jahre oder gar Jahrzehnte auf einem zu hohen Niveau ist, da dies durchaus schlimmere Folgen nach sich ziehen könnte. Besonders sehr häufige Todesursachen in Deutschland, wie zum Beispiel ein Herzinfarkt oder Schlaganfall, werden dadurch noch einmal in einer ganz entscheidenden Art und Weise begünstigt.

Zusammenhänge mit anderen Krankheiten

Der Cholesterinspiegel ist hier Indikator und Ursache zugleich, was ihn natürlich zu einem ganz zentralen Aspekt macht. Denn zum einen lässt sich an den Messwerten deutlich erkennen, ob das Risiko erhöht ist. Auf der anderen Seite trägt eben der zu hohe Wert zu einer vermehrten Ablagerung bei, die wiederum als eine der Ursachen für die späteren Erkrankungen gesehen werden kann.

Zugleich gibt es einige Krankheiten, in deren Folge ein überhöhter Cholesterinspiegel auftreten kann.

Zu nennen wären hier zum Beispiel folgende Erkrankungen:

  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Nierenleiden

Hinzu kommen weitere Risikofaktoren, wie zum Beispiel ein übermäßiger Konsum von Zigaretten und Alkohol, die vor allem bei der erhöhter Cholesterinspiegel Behandlung zu beachten sind. Es gilt daher stets darauf zu achten, dass die Werte in etwa der gängigen Norm entsprechen, um ein zusätzliches Risiko von Anfang an zu vermeiden.

Wer deshalb zum Beispiel die jährliche Kontrolluntersuchung der Krankenkassen in Anspruch nimmt, der wird bei der Untersuchung des Blutbildes automatisch darauf angesprochen, wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte und der Definition nach ein erhöhter Cholesterinwert vorliegt.